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G r u s s w o r t Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr.Reiniger,
ich begrüße Sie herzlich zur Feierstunde beim 25.Hindenburger Heimattreffen in der Grugahalle zu Essen. Wir wünschen allen unseren Landsleuten ein frohes Wiedersehen und schöne Stunden des Beisammenseins in der Patenstadt Essen. Ich danke Herrn Bürgermeister Kleine - Möllhoff, der stets ein offenes Ohr für unsere großen und kleinen Sorgen hat, dem Stadtamt 15 und allen ehrenamtlichen Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz bei den Vorbereitungen für dieses Treffen. Ein Ereignis jährt sich zum 25.Ma1, das
Treffen der Hindenburger in der Patenstadt Essen, ich spreche
von einem Ereignis, weil es einmal nicht selbstverständlich
war, daß die durch Flucht und Vertreibung im Jahre 1945
in alle Winde zerstreuten Bürger der größten
Stadt im oberschlesischen Industrierevier bald nach Kriegsende
ein Wiedersehen organisieren konnten; zum anderen, daß
56 Jahre danach noch immer das Bedürfnis besteht, den Kontakt
miteinander aufrechtzuerhalten und damit auch ein Bekenntnis
zur alten Heimat abzulegen. Ich möchte darum noch einmal
ein paar Daten auf diesem Weg in Erinnerung bringen . Dabei
erwähne ich wieder einen Hindenburger Bürger der nicht
in Vergessenheit geraten darf, Theodor Jurok, auch der Vater
der Hindenburger genannt, der sich bereits als Stadtoberinspektor
in Hindenburg für die Förderung kultureller belange
einsetzte. Er war maßgeblich beteiligt an der Gründung
des Stadtarchivs (1935) sowie der Einrichtung einer Heimatstube
(1936), die 1938 zu einem Heimatmuseum ausgebaut wurde: Theodor
Jurok schaffte die Voraussetzung für manche Verbindungen,
indem er 1947 begann, eine Kartei von allen, damals erreichbaren
Anschriften anzulegen. Diese Kartei konnte dank der Mithilfe
vieler Hindenburger kontinuierlich erweitert werden. Unser verdienter
Landsmann Josef Urbanek betreut seit langem diese Kartei, die
er stets auf dem aktuellen Stand hält und die sich auch
heute im Treffensbüro befindet, wo Sie, liebe Hindenburger
Auskunft erhalten können, neue Anschriften kommen hinzu,
bzw. werden korrigiert, was für uns alle wichtig ist, damit
die Einladungen zu den Treffen die Adressaten pünktlich
erreichen. Theodor Jurok war aber nicht nur der Initiator für
die Heimatkartei, er begann im September 1949 mit der Herausgabe
des "Hindenburger Heimatbriefes, der jetzt in "Unser
Oberschlesien" erscheint und unsere Landsleute über
wichtige Ereignisse in der Bundesrepublik und in der alten Heimat
informiert. Theodor Jurok wurde beim Bundestreffen der Schlesier
im September 1951 in München zum 1.Heimatkreisvertrauensmann
für den Stadtkreis Hindenburg 0/S berufen. In dieser Funktion
leitete er auch die Verhandlungen um eine Patenschaft für
seine Heimatstadt. Große Unterstützung erhielt er
dabei von dem Bergoberamtmann, Franz Schyma, der als erster
Vorsitzender der Kreisvereinigung Essen e.V den Kontakt zum
damaligen OB von Essen, Herrn Dr. Hans Toussaint herstellte.
Die Überlegungen zu einer Patenschaft Essens für Hindenburg
OS wurden auch bestimmt von den ähnlichen wirtschaftlichen
und sozialen Strukturen, die diese beiden Städte verbinden
und auch nicht zuletzt von der Tatsache, dass es im 19. und
im 20. Jhr. personelle Beziehungen zwischen Essen und Hindenburg
im Verwaltungsbereich gab. Am 10.12.1952 wurde im Hauptausschuß
des Essener Stadtparlaments die Patenschaft beschlossen, die
in der Ratssitzung vom 3.3.1953 bei einer Gegenstimme vom Rat
der Stadt Essen bestätigt wurde. Unserer unvergessenen Vaterstadt Hindenburg, unserer Patenstadt Essen, allen Anwesenden ein herzliches Glück auf !
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