Rede des DFK-Kreisvorsitzenden Helmut Malina
25. Hindenburger Heimattreffen am 22./23.09.2001

(Anrede)

Mit großer Freude habe ich die Einladung des Oberbürgermeisters Dr. Reiniger zum heutigen Hindenburger Heimattreffen angenommen.

Es ist auch für mich als Kreisvorsitzenden des DFK in Hindenburg eine große Ehre, hier sprechen zu können. Meinen herzlichen Dank.

Liebe Freunde, es ist eine große Errungenschaft, dass alle zwei Jahre so ein schönes Hindenburger Heimattreffen stattfindet, an dem Heimatvertriebene und Heimatverbliebene, aber auch Menschen, deren Wurzeln nicht in Hindenburg liegen, sich beteiligen.

Oberschlesien ist ein schönes Land, ein Land, das hunderte von Jahren an den deutschen Sprachraum gebunden war. Wir Heimatverbliebenen, die wir aus welchen Gründen auch immer der Heimat treu geblieben sind, fühlen uns verantwortlich für die Erhaltung der deutschen Sprache, Kultur und Tradition in unserer Heimat. Unsere Sprache, Kultur und Tradition ist ein Beweis, dass auch wir Heimatverbliebenen zum deutschen Volk gehören, wir sind und bleiben Deutsche.

Meine Damen und Herren, wir sind und wollen eine Brücke der Verständigung zwischen dem polnischen und derrrdeutschen Volke sein. Unsere Bemühungen zeigen, dass wir sehr stark bestrebt sind, ein Miteinander zu pflegen. Äußerungen von verschiedenen Personen aus Deutschland, welche der Meinung sind dass die deutsche Minderheit in Oberschlesien im Zusammenleben der Deutschen und Polen nur eine Störfunktion einnehme, erteilen wir eine Absage. Wir Oberschlesier sind friedliche Menschen gewesen und sind es auch heute und werden es auch in Zukunft bleiben und wollen ein gutes Zusammenleben.

Wir Heimatverbliebenen wollen aber unsere hunderte Jahre alte Kultur und Tradition pflegen und verbreiten.

Derjenige kann sich behaupten, der seine Kultur und Tradition pflegt und zeigt. Wir haben ein Kulturerbe von unseren Vorfahren erhalten und wollen es nicht verlieren.

Meine Damen und Herren!

Allein von der Kultur und Tradition kann der Mensch nicht leben. Damit die Menschen in Oberschlesien leben können, wird Arbeit gebraucht, welche ein menschliches Dasein garantiert. Polen bemüht sich darum, in die Europäische Union aufgenommen zu werden. Wir Deutschen unterstützen diese Bemühungen Polens mit ganzer Kraft. Wenn Arbeitsplätze erhalten oder neu geschaffen werden, dann ist das eine Möglichkeit, dass unsere Jugend in der Heimat bleiben wird und dann ist unsere Zukunft gesichert.

Zum Schluss bedanke ich mich nochmals herzlich für alles, was die deutsche Volksgruppe in Hindenburg von Ihnen erhalten hat, kurz gesagt - wenn wir, liebe Freunde, Ihre Unterstützung nicht hätten, hätten wir uns nicht so gut entwickeln können wie es möglich war.

Kommt, besucht uns in Hindenburg. Hindenburg ist eine schöne Stadt mit einer
schönen Umgebung. Hindenburg hat seine Kultur und Sprache, die uns mit dem
deutschen Vaterland verbindet. Kommt nach Hindenburg - `Ihr seid alle herzlich
willkommen!

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. Hindenburg Glückauf!

Helmut Malina