Die Heimat im Herzen
Katholischer Festgottesdienst beim 26. Hindenburger Heimattreffen

Unbestritten stellte der katholische Festgottesdienst am Sonntag, 14. September 2003, den Höhepunkt des zweiten Treffenstages dar. Nachdem die fast 3.000 Gottesdienstbesucher durch Bürgermeister Norbert Kleine-Möllhoff namens der Stadt Essen begrüßt und die wohltuende Bekundung des Festhaltens am Patenschaftsgedanke übermittelt wurden, erklang zu begleitenden Tönen der Blasmusik das beliebte Lied "Sankt Anna, voll der Gnaden…", das innbrüstig - wie übrigens alle Lieder - von den Teilnehmer gesungen wurde.
Den Festgottesdienst zelebrierte der Apostolische Visitator der Priester und Gläubigen aus dem Erzbistum Breslau, Prälat Winfried König. Die Priester der oberschlesischen Heimatkirche, Pfarrer Dr. Borek, Pfarrer Niemczyk, Pfarrer Wersch haben die Konzelebration übernommen. Für viele Anwesenden war es überraschend gewesen unter den Konzelebranten auch Prälat Paul Pyrchalla von der St.-Joseph-Kirche in Hindenburg OS entdecken zu können. Prälat Pyrchalla ist eigens aus Hindenburg OS zum 26. Hindenburger Heimattreffen angereist und ließ sich daher nicht nehmen, an einer aktiven eucharistischen Mitfeier des Festgottesdienstes teilzunehmen.
Prälat König ging in seiner sehr guten Predigt unter anderem auf die Tatsache ein, dass erstmalig ein amtierender Oberhirte der römischen Kirche ein Grußwort (mit Apostolischen Segen!) an die deutschen Heimatvertriebenen richtete, die in diesen Tagen zentral in Berlin und auch vielerorts ihren traditionellen "Tag der Heimat" begangen. Die Treue zur Heimat und zum Glauben der Vorfahren kennzeichnen die Hindenburger - so Prälat König - und auch ein Wort des Dankes an die Patenstadt Essen, dürfte selbstverständlich in den einprägsamen Predigtworten nicht fehlen.
Zahlreiche unvergessene Kirchenlieder der oberschlesischen Heimat versetzten die Gottesdienstbesucher, die bis auf den letzten Platz die Grugahalle füllten, in die Kirchen der unvergessenen Vaterstadt Hindenburg OS.
Die Bergmannsblaskapelle des Steinkohlebergwerks "Makoschau" verschönerte im sehr würdigen Rahmen diesen heimatlichen Gottesdienst. Marc-David Schwarz, ein 17jähriger Oberschlesier der nachwachsenden Generation, begleitete gekonnt die Messe an der Orgel. Sowohl die Bergmannsblaskapelle als auch der junge Organist wussten die "oberschlesische Gemütslage" zu erkennen, und somit wurde während des Gottesdienstes ein "lebendiges und wahres Bild Oberschlesiens" präsent und die "oberschlesische Seele" gegenwärtig.
Abordnungen von Bergmännern und Trachtenträgern der landsmannschaftlichen Gruppen mit Vereinsfahnen sorgten während des unvergessenen Gottesdienstes für weitere heimatliche Bezüge.
Zum Abschluss des Festgottesdienstes wandte sich Prälat Paul Pyrchalla an die Gottesdienstbesucher mit der Bitte, der Kirche und der Heimat treu zu bleiben. Die Heimat im Herzen tragend, sollte man die Bindung an die Kirche in der modernen Welt nicht verlieren, rief er den Besuchern zu.
Der Festgottesdienst wird in bleibender Erinnerung bleiben.

Damian Spielvogel


In den nächsten Ausgaben des „Hindenburger Heimatbriefes“ werden weitere Berichte über die einzelnen Höhepunkte des 26. Hindenburger Heimattreffens erscheinen

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