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Essen - Hindenburg OS:
Patenschaft und Kooperation
Eine notwendige europäische Ergänzung
Ein Bericht von Damian Spielvogel
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Der erste offizielle Besuch der im November des vergangenen
Jahres der neugewäjlten Stadtspitze von Hindenburg OS in Essen fand
vom 11. bis 15. September 2003 statt. Die Delegation wurde vom Stadtpräsidenten
Dr. Jerzy Golubowicz angeführt, er wurde begleitet von Stadtratsvorsitzenden
Tadeusz Wita, dem Abteilungsleiter für Stadtentwicklung Marcin Lesiak,
Prof. Dr. habil. Pawel Szewczyk, vom Vorsitzenden der Gesellschaft Freunde
Hindenburgs Klaus Kula, Dozent Dr. Zygfryd Wawrzynek und dem Direktor
des Steinkohlebergwerks "Makoschau" Eugeniusz Kentnowski.
Das Datum wurde nicht zufällig gewählt, da bekanntlich am 13.
und 14. September das 26. Hindenburger Heimattreffen in Essen stattfand.
Neben der zeitweiligen Teilnahme an dem diesjährigen Patenschaftstreffen
wohnten die offiziellen Gäste aus Hindenburg OS auch der offiziellen
Feierstunde anlässlich des 50jährigen Bestehens des Patenschaftswerkes
Essen - Hindenburg OS im Großen Sitzungssaal im Essener Rathaus
bei.
Die Gelegenheit des Aufenthaltes in Essen nutzten die polnischen Gäste
aus Hindenburg OS auch dazu, um am 13. September 2003 die "Hindenburger
Heimatsammlung / Hindenburger Heimatmuseum" in Altenessen aufzusuchen.
Bei der Gelegenheit überreichte der Stadtpräsident Dr. Golubowicz
der "Hindenburger Heimatsammlung" einen Fußball mit Originalunterschriften
der Mannschaft "Gornik Zabrze" (Bergmann Hindenburg). Diese
Geste geht auf Initiative von Dr. Warzynek, der neben seiner Tätigkeit
auf dem medizinischen Gebiet auch Ehrenpräsident dieses Fußball-Clubs
ist. Dr. Golubowicz ist der zweite polnische Stadtpräsident von Hindenburg
OS, der das "Hindenburger Heimatmuseum" in Essen besuchte.
Doch neben der Teilnahme an den verschiedenen Patenschaftsveranstaltungen
widmete sich die Delegation dem Ausbau der städtischen Kooperation
zwischen Essen und Hindenburg OS. Im Juni 2000 traf sich erstmalig - angeregt
durch Professor Dr. Heinz J. Kiefer - der Unterstützerkreis "Zabrze/Hindenburg
OS", um eine zukünftige Kooperation zwischen Personen und Institutionen
in Essen und Hindenburg OS vorzubereiten. Wie in der damaligen Einladung
ausgeführt, besteht das Ziel des Kreises darin, auf ein dichtes Netz
von Bindungen zwischen Essen und Hindenburg OS hinzuwirken. Die Patenschaft
mit den Hindenburgern seit 1953 findet damit eine Ergänzung durch
die Kooperation mit der Stadt Hindenburg OS. Mittlerweile sind weitere
Verbindungen zwischen Mitgliedern des Unterstützerkreises und Partnern
in Hindenburg OS entstanden. Auch der Rat der Stadt Essen hat im Oktober
2001 die Kooperationsbemühungen mit Hindenburg OS ausdrücklich
begrüßt.
Der Unterstützerkreis steht nunmehr seit über drei Jahren für
eine rege Zusammenarbeit zwischen Menschen und Institutionen aus Hindenburg
OS und Essen. Die angedachten und zum Teil schon realisierten Projekte
zeigen, dass die Städte Essen und Hindenburg OS mittlerweile über
eine solide - aber durchaus noch ausbaufähige - Plattform der Kooperation
verfügen. Die Anwesenheit des Stadtpräsidenten von Hindenburg
OS, Dr. Jerzy Golubowicz, und seiner Delegation anlässlich des 26.
Hindenburger Heimattreffens in Essen wurde am 15. September 2003 dazu
genutzt, um im Rahmen einer Arbeitskonferenz bestehende Projekte zu vertiefen
und auszubauen bzw. weitere Projekte anzustoßen.
Im abschließenden Abendessen dieser Arbeitskonferenz, zu dem der
Oberbürgermeister der Stadt Essen, Dr. Wolfgang Reiniger, eingeladen
hat, wurden vor allem zwei Bereiche unterstrichen: Als Grundlage einer
Zusammenarbeit werden die Menschen angesehen, die mit ihren Ideen, Einsatz
und Beharrlichkeit, solche Zusammenarbeit langfristig erhalten. Zweitens:
Der EU-Beitritt Polen im Jahr 2004 wird als Chance für einen ungehinderten
Fluss von administrativen, kreativen, innovativen und zwischenmenschlichen
Ideen und Gedanken zwischen Essen und Hindenburg OS angesehen. Die neue
Generation, sowohl in Hindenburg OS als auch in Essen, als eine geschichtlich
unbelastete Generation, wird diese Gedenken in der Zukunft fortführen
können, damit die Menschen in dieser Zusammenarbeit im Vordergrund
stehen können.
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