Zum 29. Hindenburger Heimattreffen
Begrüßung durch Damian Spielvogel

zurück

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Gäste, liebe Landsleute!

Anfangs begrüße ich mit großer Freude die Vertreter der Kirchen:
Die Kirchen waren in Zeiten der Not ein Hort der Ruhe und der Zuversicht.
Ich freue mich über die Anwesenheit des Dompropstes Otmar Vieth.
Hochwürden, wir warten schon sehnsüchtig auf den anschließenden Festgottesdienst, bei dem die alten oberschlesischen Kirchenlieder gesungen werden.
Ich begrüße die anwesenden Konzelebranten, insbesondere den Apostolischen Protonotar Paul Pyrchalla.
Lieber Herr Prälat, Sie sind eigens aus Hindenburg zu uns gekommen – vor dieser Leistung verneigen wir uns!

Ich begrüße mit besonderer Herzlichkeit den Oberbürgermeister der Stadt Essen: Herrn Dr. Wolfgang Reiniger!
Lieber Herr Dr. Reiniger, Sie waren in den letzten zehn Jahren ein Garant der Patenschaft. Sie haben auch Zeichen gesetzt, indem sie eine Zusammenarbeit mit der jetzt polnischen Stadt Hindenburg geknüpft haben.
Dafür danke ich Ihnen!
Der schlesische Theologe, Joseph Wittig, sagte sinngemäß kurz nach seiner Vertreibung:
Es muss ein schlechter Mensch sein, der in der Fremde keine Heimatecke findet!

Wir Hindenburger sind gute Menschen. Diese „Heimatecke“ haben wir hier in Essen gefunden!
Für dieses konstruktive Miteinander bis jetzt, und wie ich hoffe, auch für die Zukunft, will ich herzlichen Dank sagen!

Wir freuen uns über die erneute Anwesenheit des polnischen Stellvertretenden Stadtpräsidenten von Hindenburg:
Herrn Krzysztof Lewandowski.

Lieber Herr Lewandowski, Sie kommen gern zu uns nach Essen und wir fahren gern nach Oberschlesien. So soll es auch sein, im Europa ohne Grenzen!

Besonders grüße ich die anwesenden Mitglieder der Patenschaftskommission, vor allem die Ratsfrau Helga Knobbe.

Gleichzeitig danke ich den Mitgliedern des Vertretungsausschusses!
Diesen Personen verdanken wir, dass unsere Vaterstadt in der Öffentlichkeit präsent ist.

Ich begrüße die anwesenden Vertreter des Rates und der Verwaltung der Städte Essen und Hindenburg.

Wir freuen uns über die Anwesendheit der Vertreter der deutschen Minderheit.
An dieser Stelle begrüße ich die Vorsitzende der Deutschen in Hindenburg Frau Adelheid Sklepinski.
Liebe Frau Sklepinski möge der liebe Herrgott Ihnen und Ihren Mitstreitern viel Kraft für ihre Arbeit schenken!

Wir danken der Bergmannsblaskapelle Beuthen für die ausgezeichnete musikalische Umrahmung!
Lieber Herr Slodczyk, Ihnen als Dirigent, gelten meine Grüße.

Ich grüße alle bisher nicht Genannten:
Alt und Jung, Hindenburger und Nichthindenburger, aus der Bundesrepublik, aus Oberschlesien und aus dem Ausland.

 

Meine Damen und Herren!
Liebe Hindenburger Landsleute!

Ein besonderer Dank gilt Ihnen, den Hindenburgern! Ich danke Ihnen, dass sie der Einladung zum Treffen gefolgt sind!
Ich danke Ihnen, für Ihre Heimattreue! Ich danke Ihnen, für ihre Heimatverbundenheit!
Ihre Zuneigung zu Hindenburg ist Garantie für die Zukunft unserer Vaterstadt.

Von Gerhart Hauptmann stammen folgende Worte:

„Im urdeutschen Land bin ich geboren, Ich bin stolz ein Schlesier zu sein!“

Wir sagen hier und heute:

Wir sind stolz, Hindenburger zu sein!

In diesem Sinne:

Gott segne Oberschlesien!
Gott beschütze Hindenburg!

Essen, Hindenburg – Glückauf!

zurück


Totenehrung

Damian Spielvogel
Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich möchte Sie sehr herzlich bitten, sich von den Plätzen zu erheben, wir wollen unsere Toten ehren.

Wir gedenken aller Landsleute,
-          deren Lebensbahn sich in guten Zeiten in der Heimat vollendet hat,
-          denen das Leben genommen wurde bei Flucht und Vertreibung,
-          die sich in Verzweiflung das Leben genommen haben, weil sie nicht mehr ein noch aus wussten, ich denke dabei besonders an die Frauen und Greisen.
Wir gedenken der Kinder, die so hoffnungsvoll geboren wurden, deren Leben aber auf den verschneiten Straßen, durch Hunger, durch Gewalt ausgehaucht wurde.
Wir gedenken der Soldaten aller Völker, die für den Wahnsinn eines Verbrechers ihr Leben lassen mussten.
Wir gedenken derjenigen, die in der Vertreibung verstorben sind, und auch derjenigen, die noch vor zwei Jahren rechts oder links von uns gesessen haben.
Wir gedenken auch der unlängst verunglückten Bergleute in Oberschlesien.

Indem wir an unsere Toten denken, wollen wir uns zum Frieden bekennen.

Unsere Vaterstadt Hindenburg im Europa der Zukunft ist unser Erbe und Auftrag.

Ich danke Ihnen!